Grau, blau, gelb sind die Farben...
des Nachsommers - jetzt startet er wieder!

Schweinfurt - Am morgigen Samstag kommt wieder Musik in die Stadt am Main: des Nachsommers erster Vorbote, der "Pflasterklang" verwandelt die Stadt in ein Mekka der Straßenkünstler. Am Samstag, den 14. September gehts dann so richtig offiziell rund: mit der "Night of the proms" des Wernecker Kammerorchesters.


Die Grille,
das musikalische Tierchen das im letzten Jahr in der Halle 149 so beharrlich vor sich hinzirpte, ist zum liebenswerten Maskottchen geworden.

Zum vierten Mal bereits lädt der Schweinfurter KulturPackt zum Straßenmusikfestival "Pflasterklang" und hat sich dazu eine große Zahl von Musikern, Gauklern und Straßenkünstlern aus aller Welt eingeladen. Von 10-16 Uhr wird quer durch die Innenstadt musiziert was das Zeug hält. Schweinfurts Einkaufsmeilen sollen wieder einmal aufblühen! Und wenn das Wetter mitspielt, blüht am Abend dann noch die idyllische Gutermannpromenade am Main auf: zwischen 20 und 23 Uhr darf man den Klängen auf der dortigen "Straßenmusikmeile" lauschen. Und wenn dann und wann eine Grille mitzirpen sollte, so ist das nur eine kleine Danksagung an die Veranstalter, die das possierliche Tierchen in ihr Logo mitaufgenommen haben.

Ob es wohl auch wieder in der Halle 149 der SKF Kugellagerfabriken zirpt, wenn dort die deTONaktionen oder a-capella-Klänge ertönen? Wir dürfen gespannt sein. Und sollte sich die Grille dann doch still verhalten, bleibt wenigstens ein runder Genuß von gut zwei Wochen Musik, bildender Kunst, Performance und Geschichte. Als neuer Veranstaltungsort ist das Konferenzzentrum auf der Maininsel dazugekommen, wo auch die große Ausstellung Schweinfurter Industriekultur ("Sachser") zu erleben ist. Im Künstlerhof Oberndorf stellt MERVE ihre Installationen aus und das Museum Georg Schäfer ist ebenso mit Konzertveranstaltungen mit im Boot, wie das Theater mit seiner Weimarer a-capella-Gruppe in der historischen Rathausdiele. Die breite Schar der Mitveranstalter wird ergänzt durch die Disharmonie und den Kunstverein mit seiner Kunstpreisverleihung im Hafen bei Riedel-Bau. Diese breite Zusammensetzung läßt für die Zukunft hoffen: denn erst wenn alle wichtigen Schweinfurter Kulturveranstalter gemeinsam mit der Stadt am Strang "Nachsommer" ziehen, wird es ein überzeugendes Schweinfurter Produkt sein, wie einst der "Sachser", der heute als Weltobjekt ausgestellt wird.

Das komplette Nachsommerprogramm findet sich wie immer unter www.nachsommer.de

Christoph Thein
06.09.2002

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